schnellgurken ohne kochen
Nach einem langen Segeltag oder einer langen Fahrt mit dem Wohnmobil reicht die Energie oft nur noch für ein paar Grillwürstchen oder Steaks am Abend. Frisches Gemüse und Salat kommen dann zu kurz. Wer trotzdem Lust auf etwas Knackiges hat, ist mit selbst eingelegten, haltbaren Gurken bestens beraten. Der perfekte Proviant für den Sommertörn.
Salatgurken oder Gewürzgurken? Alles lässt sich einlegen
Heute geht es um die Salatgurke. Die gibt es das ganze Jahr. Im Juni haben die Freiland-Gurken Saison. Im Supermarkt werden jetzt regionale Produkte für deutlich unter einem Euro verkauft. Die klassischen Einlegegurken haben erst im August Saison.
Warum werden ausgerechnet Bio-Gurken häufig in Folie verkauft?
Die Argumentation des Handels: In Folie eingeschweißt, sind die Bio-Gurken an der Kasse besser von konventionellen Gurken zu unterscheiden. Da weniger Bio-Gurken als konventionelle Gurken verkauft werden, spare diese Vorgehensweise mehr Plastik als umgekehrt. An weiteren Ausreden ist man nicht verlegen. Die Folie verhindere die Kontamination durch Pestizide. Aha.
Im Supermarkt kaufe ich lieber die unverpackten „kontaminierten" Gurken, da ich sie ohnehin später schäle. Noch besser ist es, die Gurken im Bioladen oder auf dem Erzeugermarkt zu kaufen. Dann entfällt die Kennzeichnungspflicht und somit das leidige Plastik. 😉
Wie lagere ich Salatgurken am besten?
Dass Gurken in der Folie länger halten, ist nur ein Gerücht. Die Folienverpackung begünstigt die Bildung von Kondenswasser und somit Schimmelbefall. Falls ihr nur eingeschweißte Gurken findet, entfernt die Folie vor dem Segeltörn.
Trotzdem muss das wasserhaltige Gemüse vor dem Austrocknen geschützt werden. Am besten lagert ihr Gurken kühl und dunkel in einem Netz (bei Temperaturen von maximal 12-15 Grad). Das Einwickeln in Papier hält sie länger knackig und schützt gleichzeitig vor Stößen.
Auch praktisch: Kühlschranktemperaturen von unter vier Grad mögen Gurken nicht. Mehr zur Lagerung von Obst und Gemüse findet ihr hier.
Gurken haltbar machen: ganz einfach durch Einlegen
Die beste Methode Gurken lange haltbar zu machen, ist das Einlegen in Essig. So könnt ihr sie für die gesamte Segelsaison auf Vorrat konservieren. Wenn ihr sie unterschiedlich würzt, habt ihr für jeden geschmacklichen Kurs die passende Beilage. Mit den Gurken-Pickles behaltet ihr zudem die volle Kontrolle über die Inhaltsstoffe.
Einlegen, einmachen oder einwecken?
Zwischen diesen Methoden gibt es große Unterschiede, was die Haltbarkeit angeht. Ich habe mich für das unkomplizierte Einlegen entschieden, da die Gurken roh bleiben und nur mit kochendem Sud übergossen werden. Einen interessanten Artikel mit viel Wissen zum Thema Einmachen habe ich bei Living at Home gefunden.
Eingelegte Gurken – Ideen für viele Geschmacksrichtungen
Mit wenig Zeitaufwand könnt ihr schnell Dillgurken, Honiggurken, asiatisch angehauchte Chili-Ingwergurken oder auch klassische Gewürzgurken einlegen. Variationen gibt es unzählige. Die Geschmäcker sind verschieden.
Der Basis Essig-Sud ist denkbar einfach hergestellt
Das Verhältnis Essig zu Wasser ist ungefähr 1:1, je nachdem wie viel Säure im Essig enthalten ist (meist um die 5%). Die restlichen Mengenangaben und Zutaten sind einfach aufgelistet: wie es euch schmeckt. Der Sud muss sauer und würzig sein, den Zucker braucht ihr um den Geschmack abzurunden. Ihr könnt Weißweinessig, weißen Balsamico oder Obstessig verwenden. Wenn der Sud zu sauer schmeckt, noch etwas Wasser nachgießen. Bitte keine Fertigprodukte zum Einlegen kaufen, das braucht ihr nicht.
Für Eilige geht es hier zum Rezept als Print-PDF zum downloaden.
Die Zutaten für vier Gläser (bei Bedarf multiplizieren)
- 2 Salatgurken
- 300 ml guter Essig , z.B. Weißweinessig
- 300 – 400 ml Wasser
- 4 – 8 EL Zucker (nach Geschmack)
- 2 TL Salz
- 2 Zwiebeln (oder Schalotten)
- schwarze Pfefferkörner
Die Gewürze und Kräuter jetzt nach Lust und Laune mitkochen. Zum Beispiel:
Klassische Gewürzgurken:
Senfsaat, Lorbeerblätter, Nelken, Piment, Wacholderbeeren
Honiggurken:
Senf- oder Koriandersaat, etwas rote Chili und viel Honig
Asiatische Gurken
Knoblauch, Koriandersaat, frischer Ingwer, Kurkuma (für die Farbe) und viel Chili
Dillgurken/Kräutergurken:
Zusätzlich viel Dill, am besten frisch oder andere Kräuter
Hier geht es zur Zubereitung der Gurken:
Damit das Einlegen klappt, müssen die Gläser vorher sterilisiert werden. Ich verwende am liebsten Gläser von „Bonne Maman". Die sehen hübsch aus, das Etikett lässt sich schnell ablösen und die Gläser haben eine große Öffnung.
Die sauber gespülten Marmeladengläser und Deckel in einen Kochtopf stellen, der am Boden mit Wasser gefüllt ist. Zudecken und aufkochen. Im Wasserdampf für 15 Minuten kochen. Herausnehmen und alles auf einem sauberen Küchenhandtuch bereit halten. Die sterilisierten Gläser sind jetzt fertig zum Befüllen.
Gläser im Wasserdampf……
…sterilisieren und bereit halten.
Danach den neutralen Gurkensud zubereiten. Zwiebeln in Scheiben oder Würfel schneiden. Die Gewürze in der Reihenfolge ihrer Intensität dazugeben. Chili und Ingwer kommen erst in den Sud, wenn „neutralere" Varianten schon abgefüllt sind.
Gurken schälen und in Scheiben oder Stifte schneiden. Wer mag, kann die Kerne vorher mit einem Löffel herausschaben.
Die Gurken mit sauberen! Händen in die sterilisierten Gläser pressen. Mit kochendem Sud auffüllen, bis alles sehr gut bedeckt ist. Glasränder kontrollieren und Deckel fest zuschrauben. Die heißen Gläser noch für ein Weilchen auf den Kopf stellen. Sobald die Flüssigkeit erkaltet ist, habt ihr ein echtes Vakuum und die Gurken sind ohne Kühlung haltbar.
Wie gesagt: erlaubt ist, was schmeckt. In ein „Bonne Maman" Glas passt ungefähr eine halbe Salatgurke. Im Glas sind die Gurken zunächst fest gestopft. Da sie nach ein paar Tagen Wasser ziehen und schrumpfen, verteilen sich die Gewürze schnell (ab und zu schütteln).
Werkzeuge: Topf, Geschirrhandtuch, Messer, Brett, leere Marmeladengläser
Tipp: Mit dieser Methode werden die Gurken für einen Segeltörn oder eine Segelsaison ausreichend sterilisiert und haltbar gemacht. Unbegrenzt haltbar sind sie nicht. Bei mir waren die Gurken nach 14 Tagen aufgegessen. Restliche frische Gurken können als Gurkenmaske verwendet werden. Die Ostseesonne kann in Sommer tückisch sein. 😉
schnellgurken ohne kochen
Source: https://dieseekocht.com/2017/06/06/salatgurken-einlegen-ohne-kochen-rezept-varianten-fuer-urlaubs-proviant/
Posted by: copasdrigatured1961.blogspot.com

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